Eine Gruppe von Fairness Jetzt in einem großen Stuhlkreis

Fairness Jetzt veranstaltet ersten Bürgerversammlung mit 50 Teilnehmenden zum Thema KI

Mit einem ersten öffentlichen Bürgerrat setzte die neue politische Initiative Fairness Jetzt im Februar 2026 ihr Kernanliegen unmittelbar praktisch um: demokratische Kontrolle und gesellschaftliche Mitsprache im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Ein KI-Sicherheitsexperte, der einen sofortigen Stopp von Künstlicher Intelligenz fordert, ein Start-Up-Gründer, der KI bereits als Kern seines innovativen Unternehmens nutzt, ein Teilnehmer, der KI noch nie genutzt hat – die Hintergründe der rund 50 Gäste im ersten Bürgerrat von Fairness Jetzt im Februar 2026 in Berlin waren vielfältig.

Bei unserem neuen Beteiligungsformat hatten sie die Möglichkeit, diese Vielfalt in den Kontakt zu bringen, zu diskutieren und voneinander zu lernen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung ging es auch darum, erste gemeinsame Positionen und Anliegen an die Politik zu formulieren.

Die Organisator:innen des Formats setzten neben klassischen Diskussionsrunden auf interaktive Moderationsmethoden, um die Breite der Sichtweisen effektiv abzubilden. Die Teilnehmenden wurden damit aktiv eingebunden und zur Reflektion angeregt.

So durften die Teilnehmenden sich im ersten Teil der Bürgerversammlung im Raum aufstellen zu Fragen wie „Wie nah KI aktuell an meinem Alltag?“ oder „Fühle ich mich von Künstlicher Intelligenz bedroht“.

Vielfältige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz

Im zweiten Teil stand im Vordergrund, das Thema KI inhaltlich zu erarbeiten. In mehreren Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden die jeweiligen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Aspekte wie Umwelt, Arbeit, Sicherheit, Diskriminierung oder Demokratie.

In den Arbeitsgruppen teilten die Teilnehmenden Sorgen, Hoffnungen und Fragen und formulierten gemeinsame Positionen und mögliche politische Forderungen. Unterstützt wurden sie von ehrenamtlichen professionellen Moderator:innen. Das Format profitierte durch die vielfältigen beruflichen Hintergründe der Gäste: “Es sind sehr tiefe und anregende Gespräche entstanden. Ich habe sehr viel gelernt, zum Beispiel zu existenziellen Risiken durch KI”, erzählt eine Teilnehmerin.

KI-Tool Senze.ai unterstützt gemeinsame Positionsfindung

Fairness Jetzt möchte Menschen nicht nur Raum geben, ihre Bedenken gemeinsam in demokratische Forderungen zu übersetzen, sondern auch die Potenziale von KI für solche Prozesse erkunden.

Deswegen nutzten wir bei der Bürgerversammlung das neue KI-gestützte Befragungstool Senze.ai, dessen Gründer selbst teilnahmen.Mit dem Tool können kollektive und partizipative Sinnbildungsprozesse unterstützt werden. Feedback aus Gruppenprozessen wird mittels Befragungen präzise abgebildet und nach wesentlichen Aspekten strukturiert. Dies hilft, vielfältige Perspektiven und Meinungen zu synthetisieren und Übereinstimmungen deutlich zu machen. 

Im Fazit wurden erste Erwartungen an die Politik deutlich: Gefordert wurden stärkere Investitionen in KI-Sicherheit, eine mehrstufige Governance-Architektur (von lokalen Bürger:innenversammlungen bis zu internationalen Abkommen) und eine lokale, resiliente Infrastruktur und Lieferketten in Deutschland.

Damit diesen gemeinsam erarbeiteten Forderungen direkt eine Stimme verliehen wird, nutzte Fairness Jetzt sie als Basis für einen offenen Brief an die Regierung. Dieser wurde während der nächsten Demonstration ans Kanzleramt überreicht.

Fairness Jetzt fordert bindenden Bürger:innenrat zu KI

Wir fühlten uns nach der Veranstaltung bestärkt: Es braucht genau solche Beteiligungsformate, um die gesellschaftliche Transformation durch KI im Sinne der Bürger:innen demokratisch zu gestalten. Unser Kern-Anliegen an die Politik ist deswegen, dass ein gesetzlich bindender Bürger:innenrat zum Thema KI einberufen wird.

Thematische Bürgerversammlungen zu verschiedenen Aspekten von KI und für unterschiedliche Branchen sind außerdem neben regelmäßigen Demonstrationen das wichtigste Instrument der neuen politischen Initiative. Fairness Jetzt Selbstverständnis ist es, als Organisator solcher Veranstaltungen Menschen zu vernetzen, öffentliche Debatten anzustoßen und den Raum für demokratische Entscheidungsbildung zu halten.

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